Dienstag, 12. Mai 2009

Tag 5

Nach einem recht späten, dafür umso kleiner ausfallenden Frühstück über den Dächern der Stadt (das Hostel hat eine Dachterasse, die zu unserem Glück auch von den anwesenden italienischen Schönheiten stark frequentiert ist) begaben wir uns mit einiger Verspätung an den Bosporus. Wir bewunderten die rege Betriebsamkeit. Auch handballengroße Blasen durch ungeeignetes Schuhwerk hinderten uns nicht daran, die Altstadt ausgiebig zu erkunden.

Für die berühmte „Blaue Moschee“ gönnten wir uns den Luxus eines einheimischen Führers. Dieser weihte uns kurzweilig in die Geheimnisse des Islams ein und beeindruckte mit einer überwältigenden Zahlenkenntnis.

Der Rückweg führt direkt in die vom türkischen Touristenfänger aus dem Allgäu empfohlene Lokalität. Er bekommt dafür natürlich keine Provision, die „verdient“ er nur an den anderen Touristen. Wir gönnten uns zusammen mit den „planlosen Schlesiern“ ein paar Bier und ich bekam endlich Gelegenheit, den lang gehüteten Stapel Dollar-Scheine etwas zu dezimieren. Die eilige aus dem Umland herbeigeeilte orientalische Bauchtänzerin ergänzte unser „hervorragendes“ Mahl und unterbrach das Candlelight Dinner am Nachbartisch. Sie war zwar eher auf Lire und Euro fixiert, gab sich aber nach kurzer Überredung doch mit ein paar Dollar im Büstenhalter zufrieden. Wir freuten uns, ihr etwas Gutes tun zu können, sie hatte schließlich eine Familie zu versorgen. Inspiriert durch so viel Unternehmergeist versuchten einige anwesende Herren ähnliche Darbietungen, außer viel Spott gab es allerdings nichts zu holen.

Wir wollten den Abend in der Disko um die Ecke (Empfehlung des türkischen „Schleppers) ausklingen lassen, diese hatte allerdings schon geschlossen und 2 Teammitglieder endeten in verschiedenen Bars, der Rest bei einer Wasserpfeife auf der Hostel-Dachterasse. Auf dieser versammelte sich das komplette Team dann zu vorgerückter Stunde bei Rammstein-Musik um den Blick von oben auf die „Blaue Moschee“ zu genießen. Welch eine surreale Szene. Mit den anwesenden Teams, Türken, Amerikanern und Amerikanerinnen wurde dann bis früh um vier bei Spiel, Tanz und Bier zur Völkerverständigung beigetragen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen