Dienstag, 12. Mai 2009

Tag 6


Etwas übernächtigt brachen wir später als alle anderen Teams vom Hostel auf. Nachdem die Unstimmigkeiten über die Höhe der Rechnung geklärt und diese beglichen war, machten wir uns auf zum 1. Checkpoint in Istanbul. Das Fahrtraining in Berlin und Dresden machte sich nun bezahlt. Wir waren leider etwas spät dran und der Checkpoint nicht mehr besetzt. Als letztes Team erreichten wir aber Checkpoint 2 an der Blauen Moschee und trafen dort auf das Organisationskomitee. Nach ein bisschen Small-Talk ging es über den Bosporus in den asiatischen Teil der Türkei. Welcome to Asia!

Die Willkommenfreude währte allerdings nur kurz denn wir wurden jäh an der Mautschranke gestoppt. Keine Möglichkeit ohne elektronisches Mautsystem den Wegezoll zu begleichen. Im benachbarten Autobahnpolizeirevier fanden wir dann eine Möglichkeit eine Mautkarte zu erwerben. Nach einigen hin und her gelang uns dies dann auch. Über hervorragend ausgebaute und überwiegend menschenleere Autobahnen ging es wieder mal zügig voran. Auf dem Weg in den Süden stoppten wir bei einem hypermodernen Supermarkt und versorgten uns mit dem nötigsten für die noch vor uns liegende Strecke. Ich glaube die Verkäuferin hat selten einen großen Einkaufswagen voller Bierdosen an der Kasse und bemühte den Kollegen zum Zählen. Nachdem die üppige Rechnung beglichen war, genossen wir noch die anderen Annehmlichkeiten der nagelneuen Shoppingmall und freundeten uns mit dem freundlichen Parkplatzwärter an.

Es ging weiter in Richtung Ankara und wir stoppten unterwegs am idyllischen Schnellstraßenrand um dort ein paar treue Begleiter, genannt Bratwurst, von den Reisequalen zu erlösen. Die bedingungslose Unterstützung durch die türkische Sonne erschwerte die Weiterreise und so dösten wir, den einheimischen Vorbildern folgend, noch etwas in der Sonne.

Es folgte eine Stadtrundfahrt durch Ankara und wir machten anschließend noch ordentlich Meter auf dem Weg in Richtung Süden. Zur Nacht stiegen wir als 3. Rallyeteam im besten (und einzigen) Hotel am Ort ab. Es war eine gespenstische Szene, Militärtransporter rollten unter dem Ruf des Muezzim durch (vom Kebapgrill) in schwarzen Rauch gehüllte Straßen. Die Verhandlung über Bettenanzahl und Zimmerpreis gestalteten sich schwierig. Ein der deutschen Sprache mächtiger Anwohner unterstützte uns mit allen Kräften und so checkten wir ein. Für ca. 1h ging sogar des WLAN, das tröstete etwas über die katastrophalen Sanitäreinrichtungen hinweg.

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